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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
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gnng und Freiheit, um sich andere Wesen zu stehlen als dieherrlichsten; die minder vollkommnen fallen blos Liebhabernanheim. Aber wie niedrig ist ein Mann, der verlassen vomeignen Werth, blos vom fremden Machtgcbot beschützt, seinGlück bezahlend mit einem gestohlncn, nun die unbeschirmteSeele von einer geliebten nachweincnden in ein langes kaltesLeben wcgschleppen und sic in seine Arme wie in frostigeSchwerter drücken und sie darin so nahe an seinem Auge blu-tend erbleichen und zucken sehen kann! Der Mann vonEhre gibt schon erröthcnd, aber er nimmt nicht erröthcnd;und der bessere Löwe, der thierischc, schonet das Weib *); aberdiese Seclencinkäuftr erpressen vom bezwungncn Wesen nochzuletzt das Zeugnist der Freiwilligkeit.

Mutter des armen Herzens, das du durch Unglück be-glücken willst, höre du mich! Gesetzt deine Tochter Härte sichab gegen das ansgedrungcne Elend: hast du ihr nicht denreichen Traum des Lebens zum leeren Schlafe gemacht undihr daraus die glückseligen Inseln der Liebe genommen undalles was ans ihnen blüht, die schönen Tage, wo man sie be-tritt, und das ewige frohe Umsehen nach ihnen, wenn sie schontief im Horizonte mit ihren blühenden Gipfeln liegen? Mut-ter, war diese frohe Zeit in deiner Brust, so nimm sie derTochter nicht; und war sie dir grausam entzogen, so denk' andeinen bittersten Schmerz und erb' ihn nicht fort.

Gesetzt ferner, sic macht den Entführer ihrer Seele glück-lich, rechne nun, was sie für den Liebling derselben gewesenwäre, und ob sic dann nichts verdiene, als den zu ihr von

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