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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
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wenn man bedenkt, wie wenig sogar zum Scheiden derselbengehöret, z. B. bei den Juden blos daß die Frau zu lautschreie, das Essen anbrenne, ihre Schuhe am Platze der männ-lichen lasse n. s. w. Noch dazu war manches da, worübergut zu donnern war; z. B. Liane, an welcher man die Misse-that des Bruders heimsuchcn konnte, weil dieser hartnäckigwcgblicb und um keine Gnade bat. Man ist immer gern aufFrau, Tochter und Sohn zugleich ungehalten und lieber einLand- als Strichregen; Ein Kind kann leichter eine ganzeFamilie versalzen als versüßen.

Aber Froulay verblieb der lächelnde Johannes. Ja triebcr's nicht die Beweise Hab' ich soweit damit, daß er,da die Tochter der Prinzessin einmal beim Abschiede um denHals fiel, anstatt ihr mit blitzenden Augen vorzuhaltcn, wieman Vertraulichkeiten bei Höhern nur aunehmen, nicht er-wicdern, und sich eben da nicht vergessen müsse, wo sie sichvergessen und anstatt ernst zu fragen, ob sie ihn je inseiner wärmsten Liebe gegen den Fürsten wider die ckeliors.habe verstoßen sehen daß er, sag' ich, anstatt dieses hagclndund stürmend zu thun, dicsesmal blos in die schönen Worteausbrach:Kind, du meinst es zu gut mit deiner vornehmenFreundin; frage deine Mutter, sie weiß auch, was freund-schaftliche liaisons sind."

Blos Liane obwol so oft von dieser Mecrstille hintcr-gangcn war voll unsäglicher Hoffnung und Freude überden häuslichen Frieden und glaubte Bestand, zumal in derNähe des väterlichen Geburtstages, dieser Olympiade undNormalzeit, wornach das Haus vieles rechnete. Das ganzeJahr lauerte der Minister auf diesen Tag, um am Morgen,wenn die Wünsche kamen, das sichtbare Vergessen desselben