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— und die Nachtigall in der Mutter nahem Zimmer kämpfet,wie von der Tuba ins Feld gerufen, mit deinen Tönen. — —
Liane trat mit ihrer Mutter erst spät herein, weil dasheftige Ton-Getümmel für beide etwas Hartes und Peinigen-des hatte. Er konnte beide seitwärts am untern Fenster sitzensehen und wie Liane die Hand der Mutter hielt. Karl gingin weiten Schritten nach seiner Sitte ans und ab und standzuweilen an ihm still. Albano trat in dieser Nähe der stillenSeele bald aus der harmonischen Wildniß in mondhelle ein-fache Stellen heraus, wo nur wenige Töne sich wie Grazienund eben so leicht verbunden hold bewegen. Der künstlicheWirrwarr enharmonischer Irrlichter ist nur der Vorläufer dermelodischen Charitinnen; und nur diese allein schmiegen sichan die weicheren Seelen an. Ihm war bis zur Täuschung,als sprech' er laut mit Lianen; und wenn die Töne immerwie Liebende dasselbe wiederholten vor Innigkeit und Lust:meinte er nicht Lianen, und sagte ihr: wie lieb' ich dich, owie lieb' ich dich? Fragt' er sic nicht, was klagest du,was weinest du? — Und sagt' er nicht zu ihr: blick' indicß stumme Herz und flieh' cs nicht, o Reine, Fromme,Meine?
Wie crröthet der Gute, als Plötzlich der liebkosendeFreund ihm die Hände um die Augen legte, die bisher unge-sehen im Dunkel vor Liebe übergeflosscn waren! — Karl tratheftig zur Schwester und sic nahm selber seine Hand undsagte Worte der Liebe. Dann flüchtete sich Albano in diebrausende Wildniß so lange, bis die Augen getrocknet warenfür den beleuchteten Abschied — langsam ließ er die Wiegeunscrs Herzens ausschwanken und schloß so mild' und leise