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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
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jetzt gefastet. Man trug vor mir her, als ich heraus spazie-ren ging, einen lcichen-wcißen Jüngling ans einer Bahre inden Tartarus; es war nur eine Statue, aber sic war dasEbenbild meiner Zukunft. Ein böser Genius sagte zu mir:liebe die Schöne, die ich dir zeige. Sic stand an der Kirck-thürc von Kirchlentcn umzingelt, die sich über die Kühnheitwunderten, womit sic mit beiden Händen eine silbergrauczüngelnde Schlange annahm und wog. Wie eine kühne Göt-tin senkte sie die feste ebene Stirn, das schwarze Auge, dieNasenbluten ihres Angesichts auf den von der Natur plattgetretncn Otterkopf und spielte damit dicht an ihrem Herzen.Klcopatra!" sagt' ich, obwol ein Knabe. Auch sic verstandcs schon, blickte ruhig und kalt von der Schlange auf undgab sie zurück und wandte sich um. O an meine junge Brustwarf sic die erkaltende Lcbcn-frcssendc Liper. Aber wahr-lich, jetzt ist's vorbei und ich spreche ruhig. Nur in denStunden, Albano, wo mir aus jener Nacht meine blutigenKleider, die meine gute Schwester aufgehoben, zu Gesichtekommen, da leid' ich mehr und frage: armer gutmcincnderKnabe, warum wurdest du denn älter? Aber wie gesagt, eSist ganz vorbei. Zu dir, nur zu dir spreche ein besserer Ge-nius: liebe die Schöne, die ich dir zeige!"

Aber welche Welt von Gedanken flog jetzt auf einmal Al-bano zu!Er martert sich (dacht' er) mit dem alten Arg-wohne über Romeiro fort ich will Herz gegen Herz öffnenund es dem guten Bruder sagen, daß ich ja seine Schwesterewig liebe." Seine Wangen glühten, sein Herz flammte,er stand pricstcrlich vor dem Altäre der Freundschaft mit derschönsten Gabe, mit der Aufrichtigkeit.O jetzt, Karl, sagt'er, wäre sic wol anders gegen dich mein Vater reiset mit