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„jetzt gefastet. Man trug vor mir her, als ich heraus spazie-ren ging, einen lcichen-wcißen Jüngling ans einer Bahre in„den Tartarus; es war nur eine Statue, aber sic war das„Ebenbild meiner Zukunft. Ein böser Genius sagte zu mir:„liebe die Schöne, die ich dir zeige. Sic stand an der Kirck-„thürc von Kirchlentcn umzingelt, die sich über die Kühnheit„wunderten, womit sic mit beiden Händen eine silbergrauc„züngelnde Schlange annahm und wog. Wie eine kühne Göt-„tin senkte sie die feste ebene Stirn, das schwarze Auge, die„Nasenbluten ihres Angesichts auf den von der Natur platt„getretncn Otterkopf und spielte damit dicht an ihrem Herzen.„„Klcopatra!" sagt' ich, obwol ein Knabe. Auch sic verstand„cs schon, blickte ruhig und kalt von der Schlange auf und„gab sie zurück und wandte sich um. O an meine junge Brust„warf sic die erkaltende Lcbcn-frcssendc Liper. — Aber wahr-lich, jetzt ist's vorbei und ich spreche ruhig. Nur in den„Stunden, Albano, wo mir aus jener Nacht meine blutigen„Kleider, die meine gute Schwester aufgehoben, zu Gesichte„kommen, da leid' ich mehr und frage: armer gutmcincnder„Knabe, warum wurdest du denn älter? Aber wie gesagt, eS„ist ganz vorbei. Zu dir, nur zu dir spreche ein besserer Ge-„nius: liebe die Schöne, die ich dir zeige!" —
Aber welche Welt von Gedanken flog jetzt auf einmal Al-bano zu! „Er martert sich (dacht' er) mit dem alten Arg-„wohne über Romeiro fort — ich will Herz gegen Herz öffnen„und es dem guten Bruder sagen, daß ich ja seine Schwester„ewig liebe." — Seine Wangen glühten, sein Herz flammte,er stand pricstcrlich vor dem Altäre der Freundschaft mit derschönsten Gabe, mit der Aufrichtigkeit. „O jetzt, Karl, sagt'„er, wäre sic wol anders gegen dich — mein Vater reiset mit