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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
23
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mit unendlichem Schmerz, und die schönen Sterne des Früh-lings fielen wie zischende Funken in seine Wunde.

Vor diesem Worte löscte sich Karls gespanntes Herz intreue gute Thräncn, ein heiliger Geist kam über ihn und ge-bot ihm, die reine Seele nicht zu quälen mit seiner, ihr nichtden Glauben zu nehmen, ihr das wilde Ich und jede Eigen-sucht stumm zu opfern. Sanft legt' er sich an des FreundesHerz und mit zauberisch-leisen Worten und voll Dcmuth undohne Feuerbildcr sagt' er ihm sein ganzes Herz und daßes nicht böse sei, sondern nur unglücklich und schwach unddaß er nur so herzlich-aufrichtig gegen ihn, der zu gut vonihm denke, habe scyn müssen wie gegen Gott und daß erschwöre bei der Stunde des Todes, zu. werden wie er, ihmewig alles zu bekennen, sich zu heiligen an ihmAch ichwurde nur noch so wenig geliebt!" beschloß er. Und Albano, derlicbcstrunknc, glühende Mensch, der gute Mensch, der an sich dieheiligen Ucbcrtreibungcn der Neue kannte und der diese Bekennt-nisse für jene hielt, kehrte begeistert in den alten Bund zurückmit Liebe ohne Maß.Du bist ein warmer Mensch! (sagteKarl) Warum liegen denn die Menschen immer wie die Tod-tcn auf dem Bernhardus-Bcrg *) einander erfroren an derBrust, mit steifem Ang', mit starren Armen?- O warumkämest du so spät zu mir? Ich wäre anders geworden.Warum kam jene**) so früh? Dort im Dorfe druntenan der engen niedrigen Kirchthürc, da sah ich Sie zuerst,durch die mein Lcbeu zur Mumie ward. Wahrlich, ich spreche

*) Die unbekannten Ersrorncn werden non den Mönchen unbe-grabcn an einander jeder an die Brust des andern angclchnt.

**) Linda de Romciro.