das alle Klimatc von Frankreich bis Nova Scmbla beherbergt,und worin eben darum jeder seines findet; er war für anderealles, wicwol für sich nichts. Er konnte sich in jeden Cha-rakter werfen, wicwol ihm eben darum zuweilen cinkam, blosde» bequemste» dnrchzusctzcn. Die Gurt-, Brust-, Schwanz-nnd Sattelricmcn des höfischen, kleinstädtischen und bürger-lichen Lebens hatte sein Buzephalns längst abgcsprcngt; undwenn sich der Graf jeden Tag über den Sprach-Laufzanm desLektors ärgerte, der alles richtig sagte, Kanaster statt Knaster,Insten statt Juchten, fünfzig statt fufzig, und barbieren (wel-ches N ich selber für eine dumme Härte halte): so war No-qnairol ein Freidenker bis zum rcnommistischcn Frcircdncr,und sprach nach scin'cm eigenen Ausdruck, der zugleich dasBeispiel war, „von der Leber und vom Maule weg." DemGrafen klebte zu seinem Verdruß eine gewisse epische vonBüchern ancrzogcnc Sprach-Würde an. Sic überdachten undverwünschten oft mit einander das erbärmliche Glatzen-Leben,das man hätte, wenn man, wie der Lektor, als ein wohlgc-wachscncr Staatsbürger von Extrakzion dahin lebte, Kondnitcund einen säubern Anzug hätte, und hübsche, nicht unebeneKenntnisse von mehreren Fächern und zur Erholung seinenTischwcin und Geschmack an trefflichen Maler- und andernMeistern, und wenn man zu höher» Posten avancirtc, blosum von da aus zu noch höher» auszusteigen, und man so nachallem diesen sich frisirt und gewaschen in den Sarg streckte,damit doch die gigantische Körpcrwelt ihren Pcstitzer auch der
erhabenen Geistcrwelt einhändige.-Nein, sagte Albano,
lieber wirf cinc schwarze Bergkette von Schmerzen ins platteLeben, damit nur cinc Aussicht dasteht und etwas Großes. —Aber Noquairol war nicht der, der er ihm schien; — die