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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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drei Stummen hören, ja den Urstummen, der das ältesteMährchen sich selber erzählt; aber er ist, was er sich sagt.Hölle, du erschrickst wie ein Sterblicher, bist du denn nichtvorüber, Thor?"

Noch eh' ich antwortete, wuchsen ihr die Floßfedcrchcn zuhohen zackigen Schwingen aus, womit sic mich unverdient undgrimmig schlug; da verschwand alles, nur das schöne Tönenblieb. Es war mir, als sank' ich in geflügelte Wogen eineswolkcnhohen Meeres. Wie ein Pfeil schnitt ich durch seineWeltenlauge Wüste; aber ich konnte durch die gläserne Flächenicht hindurch, sondern hing im dunkeln Wasser, und schauetchindurch. Da sah ich draußen, nah' oder fern, ich weiß esnicht, das rechte Land liegen, ausgedehnt, glänzend-däm-mernd. Die Sonne schien als Ephemere in ihren eignenStralen zu spielen, und die Strecken hörten auf. Nur dieleisen Töne des rechten Landes flogen noch um mein Ohr.Goldgrüue Wölkchen regneten heiß übers Land, und flüssigesLicht tropfte übcrquellend aus Rosen- und Lilien-Kelchen.Ein Stral aus einem Thautropfen schnitt herüber durchmein düsteres Meer, und durchstach glühend das Herz, undsog darin, aber das Tönen erfrischte es, daß es nicht welkte.Ich sagte laut: cs regnet drüben heiße Freudenthräuen; nurdie Liebe ist eine warme Thräne, der Haß eine kalte. Tiefhinten im Lande stiegen Welten, wie Dunstkügclchen, untereinem weit umhüllten Sonncukörper auf. In der' Mittedrehte sich ein Spinnrad um, die Sterne waren mit tausendSilbersädcn daran gercihct, und cs spann sich immer näherund enger vom Himmel hernieder. An einer Lilie hingein Bienenschwarm. Eine Rose spielte mit einer Biene,beide neckten sich mit ihren Stacheln und ihrem Honig. Eine