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Vintor, sagte Vult, und winkte ihm heftig rückwärts, still zuliegen— was jener nachdcnkend vollzog, „weil ich ja, dacht'er, nicht weiß, was er für Ursachen dazu hat."
„Ein wahrer, inniger Mensch und Dichter," begannBult. „Seine Gedichte sind himmlisch," versetzte sie. „Den-noch haben Sic uns beide als Verfasser verwechselt? (fragt'er rasch, weil ihm wie einem Ewigen und Seligen jetzt nichtsfehlte, als Zeit.) Ein solcher Jrrthnm verdient nicht die ge-ringste Verzeihung, sondern Dank. Eine andere, aber richti-gere Verwechslung denk' ich mir eher — (Wina sah ihn scharfnn). Denn ich und er haben ein Paar gegenseitige Zwillings-Geheimnisse des Lebens, die ich niemand in der Welt entdecke— außerJhnen, denn ich vertraueJhncn."— „Ich wünsche nichtszu wissen, was Ihr Freund nicht gern erlaubt," versetzte sie.
Jetzt sprang er, weil das Entdeckungs-Gespräch viel zulange Wendungen nahm, und er vergeblich aus langsamereSchritte sann, um ihr näher zu kommen, plötzlich vor eineLinde, und las davon folgende Tafelschrift von Raphaelen ab:„Noch im Mondenschimmcr tönen Bienen in den Blüten hier,und saugen Honig aus; du schlummerst schon, Freundin, undich ruh' hier, und denk' an dich, aber träumst du, werdich liebt?"
„Eilen wir nur, sagte sic. Wie köstlich ist Ihr Augewieder hergestellt!" — „Ich nehme auch alles lieber vonAmor an, besonders die Giftpfeile, als die Binde; ich sahSie stets, verehrte Wina, wer dabei von uns beiden ammeisten gewinnt, das weist nicht ich, sondern Sie," sagte ermit feiner Miene.
„Schön, fuhr er fort, hat der Dichter in Ihren Gesangdie Zeile cingewebt: träumst du, wer dich liebt?"— DaraufJean Kanl's ausgew. Werke. XIV. 20