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cm wen könne sie sich schicklicher wenden, als an H. v. Har-nisch? — Walt schwur freudig, dieser blase freudig dazu.
Sie bat auch um das Setzen des Gesangs; Walt schwurwieder. „Aber sogar um die Berse dazu muß ich Ihrenwerthen Freund angchen — setzte sie unbeschreiblich-lieblichlächelnd hinzu — da ich ihn aus unserer Zeitung als einenweichen Dichter des Herzens kenne." —
Ganz froh erstaunt fragte Walt, was Vult darin ge-macht. Sie sagt' ihm — mit der den Literatorcn noch gc-wöhnlichcrn Verwechslung gleicher Namen — folgenden Po-lymeter von ihm selber her:
Das Maiblümchen.
Weißes Glöckchen mit dem gelben Klöppel, warum senkstdu dich? Ist es Scham, weil du bleich wie Schnee früherdie Erde durchbrichst als die großen stolzen Farbcnflammcnder Tulpen und der Rosen? -— Oder senkst du dein weißesHerz vor dem gewaltigen Himmel, der die neue Erde auf deralten erschafft, oder vor dem stürmenden Mai? Oder willt dugern deinen Thautropfcn wie eine Freuden-Thräne vergießenfür die junge schöne Erde? -— Zartes, weißes Knospenblüm-lein, hebe dein Herz! Ich will cs füllen mit Blicken der Liebe,mit Thränen der Wonne. O Schönste, du erste Liebe desFrühlings, hebe dein Herz!
Walten waren unter dem Zuhörcn vor Freude und Liebeund vor Dichtkunst die Augen übcrgegangen — und Winahatte mit geweint, ohne eS zu merken—; — darauf sagt' er:„ich habe wol den Vers gemacht." —
„Sie, Lieber — fragte Wina und nahm seine Hand —und alle Polymcter?" — „Alle," lispelte er. Da blühte sie