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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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als ein Auge. Er blieb reich zurück, am einsamen Eßtische,den ein verdrießlicher Bedienter an den Schreibtisch gesetzthatte. Seine Hand war ihm wie geheiligt durch das Wesen,das bisher nur von seiner Seele berührt wurde. Wer kannes sagen, warum der Druck einer geliebten Hand mehr innigeZaubcrwärmc in die Seele sendet als selber ein Kuß, wennnicht etwa die Einfachheit, Unschuld, Festigkeit des Zeichenses thnt?

Er speiste an einer Göttertafel die Welt war derGöttersaal denn er sann Wina's nächster Bitte nach. Einethun, heißt in der Liebe mehr geben, als eine erhören. Aberwarum macht die Liebe denn diese Ausnahme? Warum gibtes denn keine verklärte Welt, wo alle Menscheubitten so vielgelten und geben, und wo der Geber früher dankt, als derEmpfänger?

Mit wunderbaren Gefühlen irrte er um Wina's Bitteherum, da er doch fühlte, Wina sei ein durchsichtiger Juwelohne Wölkchen und Federn. Denn dieß ist eben die Liebe, zuglauben, man durchschaue das Geliebte noch schärfer als sich,so daß man den blauen Himmel dadurch erblickt, durch welchenman wieder die Sterne sieht iudeß der Haß überall Nachtsicht und braucht und bringt.

Als er die wenigen Strecken küßte, die am Sterne desStifts und der Liebe aufgcgangcn waren oder gestickt: thatsein Himmel alle Wolken wieder auf, nämlich die Flügelthü-ren, und Wina erschien und schien. Er wollte sagen: ich bitteum die Bitte; aber er hielt es für unzart, das eine Bitte zunennen, was Wina eine genannt. So hatt' er den höchstenMuth für sic, aber nicht vor ihr; und von den langen Ge-beten an dieses Heiligenbild, welche er zu Hanse sich aussann