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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
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And mit mir und der Mutter spazieren ging, um Abends ge-gen 6 Uhr im Gartenhäuschcn zu essen. Nun glaub' ichnicht, daß an einem solchen Abende, wo alle Welt im Freienund angcputzt und freudig ist, und die Generali» und andereVornehme mit roth scidnen Sonnenschirmen spazieren gehen,irgend ein Herz, wenn cs zumal in einem Bruder schlägt, esertragen kann, daß du allein im Kerker hausest."

Sakermcnt!" sagte Vult.

Sondern es war natürlich, daß ich und der Knecht direine Dachleiter ans Fenster setzten, damit du herunter könntestins Dorf zur Lust. Nein, kein Spaziergang mit Menschenist so schön als der eines Kindes mit den Eltern. Wir gin-gen durch hohe grüne Kornfelder, worin ich die Schwesterhinter mir nachführte in der engen Wasserfurche. Alle Wiesenbrannten im gelben Frühlingsfeuer. Am Flusse lasen wirausgespülte Muscheln wegen ihres Schillcrglanzes aus. DasFlößholz schoß in Heerden hinab in ferne Städte und Stuben,und ich hätte mich gern aus ein Scheit gestellt und wäre mit-geschifft! Viele Schafheerden waren schon nackt geschoren undlegten sich mir näher ans Herz, gleichsam ohne die Scheide-wand der Wolle. Die Sonne zog Wasser in langen, wolki-gen Strecken, aber mir kam es vor, als sei die Erde mitGlanzbändcrn an die Sonne gehangen und wiege sich an ihr.Eine Wolke, die mehr Glanz als Wasser hatte, regnete blosneben, nicht auf uns; ich begriff aber damals gar nicht, alsich die Gränzen der nassen und der trocknen Blumen sah, wieein Regen nicht allezeit über die ganze Erde falle. Die Bäumeneigten sich gegen einander, als die Wolke tropfend darüberwcgwchtc, wie die Menschen am Abendmahls-Altar. Wirgingen ins Gartenhaus, das innen und außen nur weiß ist;