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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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Du brauchst mir's nicht zu verdecken, daß du michdrüben aus meiner verfluchten Karzcrkammcr losbitten woll-test, weil ich zu sehr schrie und Fenster und Kopf eiuzustoßcnschwur."

Die Bitte hals wenig beim Vater; vielleicht weil derPfarrer sagte, du hättest ihn zu sehr beleidigt und geblendet.Ich vergaß leider bald dich und die Bitte über dem herrlichensüßen Wein, den ich trank. Auf dem Lande hat man zu we-nig Erfahrung der vornehmer» Welt und bewundert ein GlasWein. Der Pfarrer ließ mich Entzückten durch ein Prismaschauen und gleichsam jedes einzelne Stück Welt - mit einerAurora und Iris umziehen. Ich bildete mir oft ein, ichkönnte wol, da ich so viel Gefühl für Malerei, sogar für Far-ben an Schachteln, Zwickeln, Ziegelsteinen zeigte, fast mehrzum Maler taugen, als ich dächte. Da ich meinen Vater tiefunten an der Tafel sitzen sah, dacht' ich mir das Vergnügen,ihn einst sehr auszuzeichnen, falls ich etwas würde."

Es ist auffallend, wie oft auch ich schon seit Jahrengeschworen, mich meiner Herkunft zu entsinnen, wenn ich imPublikum bedeutend in die Höhe und Dicke wüchse, und michweder deiner noch der Eltern zu schämen. Man kann fastnicht früh genug anfangcn, sich bescheiden zu gewöhnen, weilman nicht weiß, wie unendlich viel man noch wird am Ende.Liebe für Farben, wovon du sprachst, ist darum noch keinefür Zeichnung; inzwischen kannst du immer, wenn die eineArt Maler sich von fremder Hand die Landschaften, die anderesich die Menschen darin malen ließ, beide Arten in dir ver-einen. Vergib den Spaß!"

Recht gern! Wir zogen als vornehme Gäste durchsDorf nach Hause, wo der Vater die Scharlachwcste anlegte