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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
Seite
261
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ließ vieles im Stall durch Leute besorgen uud betete aus demschwarzen Kommunion-Büchlein. Ich stand hinter ihr undbetete unbewußt mit herunter, blos weil ich das Blatt nm-kchrte, wenn sie cs herab hatte. Die Bauernstube war sorein und schmuck aufgeräumt sür den Sonntag wie am h.Christabend war cs am Beichtabend aber schöner undhöher dazu hing nun der reich-schwere Frühling herein,und der Blütcngernch zog durch das ganze Haus und jedenDachziegel Frühling und Frömmigkeit gehören gewiß rechtsür einander Ich sah nachher, als der Nachtwächter antrat,noch ein wenig aus dem Dachfenster, voll Düfte und Sternewar der Himmel über dem Dorfe die Gcncralin gingso spät noch mit ihrem Kinde an der Hand ans dem Schloß-wall spazieren, und das ganze Dorf wußte, daß sie morgenkommunizirte und ich und du die Kommnnikantentüchlcin dabeihielten Wahrlich, ob ich gleich schon lateinisch sprechenkonnte, die weißgekleidete Generalin kam mir als die MutterGottes vor, und das Kind als ihr Kind."

Hat denn die Generalin einen Sohn?"

Walt sagte verlegen:ich stellte mir nämlich ihre da-malige Tochter so vor in der Ferne. Ich möchte jetzt nochvor Freude über die Wundcrnacht weinen, wenn du nichtlachtest. . . ."

So weine zum Henker! Wer lacht denn, Satan, wenneinmal ein Mensch die Aufrichtigkeit in Person ist?"

Es erschien denn das heilige Trinitatis-Fest mit einemblauen Morgen voll Lerchen und Birkcndüfte; und als ichaus dem Bodenfenster diese Bläue über das ganze Dorf aus-gespannt erblickte, wurde mir nicht, wie sonst an schönen Ta-gen, beklommen, sondern fast wie jauchzend. Unten fand ich