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simple Vers: „Zur Lichtmeß esseu die Herrn am Tag', ZurFaßnacht thun's die Bauern auch nach," zog Abendröthe undBlütenschatten um den Abendtisch. Gott, wie wehen noch dieNamen: Maricntage, Salatzeit, Kirschcnblüte, Nosenblüte, dieBrust voll Zauberduft! — So denk' ich mir auch die Ju-gend meines Vaters blos als einen ununterbrochenen Sommer,besonders in der Fremde; so wie ich meinen Großvater undüberhaupt die zurückliegende Zeit vor meiner Geburt immerjung und blühend sehe. Da gab's schöne Menschentage, sagtman sich. Wie frisch und hell-springend, gleich Frühlings-bächcn, kommen mir die alten Universitäten, Bologna undPadua, vor mit ihren ungemesscnen Freiheiten, und ich wünschtemich oft in diese hinein!"
„Macht' ich weniger aus dir, so müßt' ich bei deinemWunsche denken, es wäre damals, außer Hauspump, Buxen,Landesvatcr, auch Gassatim rumoren und Degen wetzen deineSache gewesen; aber ich weiß gut, du wolltest zu allem nurruhig sitzen und zusehen als Uector innAnitiom. — Alleingib nun deinen heutigen Sommertag!"
„Es war das h. DreifaltigkcitSfcst, und zwar das jenerWoche, worin du aus und davon gingest. Nur vorher lassemich noch bemerken, daß mir deine erwähnten Studentcn-Wörter theils neu klingen, theils roh. Au diesem h. Festenun, das mit Recht in die schönste Jahreszeit fällt, gingen,wenn du es nicht vergessen, unsere Eltern immer zum h.Abendmahl. Gerade an jenem Sonnabend — wie denn über-haupt an jedem Beichtsonnabcnd — bezeigten die lieben Elternsich noch gütiger und gesprächiger gegen uns Kinder als sonst;Gott aber schenke ihnen in dieser Stunde die Freude, die mirjetzt in ihrem Angedenken das Herz durchwallt! Die Mutter