Schimmer, blos später, oft über seinem Bette aufgetragen,und das letzte Viertel gab den Morgenstunden Silber in denMund. Da einmal gerade in der Dämmerung Ballmusikgegenüber mar: so nahm er sich sein Stück Winterlnstbar-keit heraus, so gut wie einer. Die Musik drang unsicht-bar, ohne den Armen-Zickzack und die Backen-Kurven desOrchesters, nur entkörpcrt mit seligen Geistern in sein däm-merndes Stübchen. Er stellte sich zum Tanzen an, und weiles ihm an den schönsten Tänzerinnen nicht fehlte — da ganzeHarems und Nonnenschaften darin waren und mehrere Noscn-mädchen und alles: — so zog er Göttinnen von solchem Glanzzum Tanzen auf und machte mit ihnen — obwol leise, umunter seinen Fußen nicht rezensirt zu werden — nach denfernen Takten, die er begleitete, so gut seine Pas, seine Seiten-,seine VorpaS zu Hopstänzcn, zu Eier-, zu Schalltänzen,daß er sich vor jedem sehen lassen durfte, der nichts suchteals einen muntern Geist, der im Finstern umher setzt. Waser in der Seligkeit zu scheuen hatte, war blos Vults plötz-licher Eintritt.
Ihn — der ohnehin nicht gewohnt war, daß er etwashatte — drückte kein Entbehren, er hatte Phantasie, welcheHelles Krystallisazionswasser ist, ohne welches die leichtestenFormen des Lebens in Asche zerfallen.
Doch wurde sein Himmel nicht immer so phantastischweit über die Lüfte der Erde hinaus gehoben, er wurde auchzuweilen so real herunter gebaut wie ein Theater- oder einBetthimmel. An Sonutagsgeläutcn, am Hofgartcn, an frischerkalter Lust, an Wintcrkonzerten (die er unten auf der Gassespazierend hörte) halt' er so viel Antheil als irgend eine Per-son mit Schlüssel und Stern, der im Innern gerade beide