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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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zu fliegen und zu scherzen angefangen im Roman: so standVult ans und murmelte so zu sich Walt mußt' es hö-ren:ich wüßte nicht, warum ich nicht zu meinem ein-samen Bruder einmal einen Spaziergang machte, da die Wegevon hier zu ihm noch ebener und fester sind als selber in Chur-sachse»." Darauf öffnete er das Kappfcnsterchcn am gemaltenPallaste der Bnhncnwand und rief hindurch: kannst du michhören? Ich hätte Lust zu dir zu marschiren, wenn du ebenallein wärest.Du Schelm, du guter," sagte Walt. Jenerreifete denn um die Wand mit anderthalb Schritten und demWandnachbar entgegen mit vorgestrecktcm Handschlag sagend:mich schreckt das Schneegestöber draußen wenig ab, dich indeiner Einsiedelei aufznsuchcn und sie vielleicht zu verwandelnin eine lachende Zweisiedelei."Bruder, sagte Walt, vomSchreibtisch aufstehend, könnt' ich komisch dichten oder dürfteman einen Freund abschattcn in Nissen und Schattenrissen:wahrlich ich schriebe jeden Schritt ab von dir. Aber ichglaube nicht, daß es sich geziemt, ein geliebtes Herz aus denpoetischen Markt zur Schau zu legen. Bin ich etwa zu sehrim Schreibfeuer?"

Nein, versetzte Vult, auch nicht im Recht ; ist's Zufalloder was, daß du in der Stube wieder ein Linker bist, undich ein Rechter?"*) Aber ich muß endlich nach Hanse,Alter, und da spaßen vor Welt und Nachwelt." Er ging.Walt hielt cs für Pflicht, ihn auch bald zu besuchen, um ihmdie Einsperrung in eine halbirte Stube ein wenig zu vcrgcl-

') Bekanntlich heißen im Dorfe Eiterlein die fürstlichen Nntcr-thanen am rechten Bachufcr die Rechten, die adeligen amlinken die Linken.