Druckschrift 
14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
Seite
233
Einzelbild herunterladen
 

233

Ich antwortete Folgendes:

Ich fluche, aber ich folge. Denn was hals' cs, den.Deutschen zuzumuthcn und das Beispiel zu geben, nur we-nigstens aus dem Druckpapier nicht einmal aus dem Reichs-bodcn so keck zu scyn, als ihre Vorfahren im lOten, I7teirSäkul auf beiden waren? Gedachte sagen, sie hofften seit-dem von den Franzosen weiter gebracht zu sehn. Unser Dia-mant der Freiheit ist aus unserem Ringe in einen Drachen-kopf gekommen, wo er nicht eher glänzen kann, als bis wirim Drachenschwanze stehen.

Ich weiß nicht, ob ich mich dunkel erkläre, hoff' es aber.

Trefflichster! der Humorist hat zwar einen närrischen, wi-derlichen Berghabit zum Einfahren in seine Stollen; erverleibt sich zwar nach Vermögen alle Aus- und Miß-Wüchseder Menschheit ein, um das Beispiel der Mißgeburten zu be-folgen und zu geben, die in vorigen Jahrhunderten blosdarum mit fleischernen Fontangcn, Manschetten und Pluder-hosen geboren wurden, um damit der Welt, wie die Straf-prediger erricthen, ihre angczogencn vorzuwersen; und hie-mit wäre Vult entschuldigt; aber wie gedacht, ich folgeund schlage nichts ein als den alten aristotelischen Mittelsteig,der hier darin besteht, daß ich weder erzähle, noch erdichte,sondern dichte; und wenn Skaligcr in einem Merkchen von 8Bogen über seine Familie im Stande war, vierhundert undneun und neunzig Verfälschungen anzubringcn, wie Scioppiusgut erwiesen^): so dürfte in einem Merkchen von eben sovielen Bänden die Doppelzahl davon eben so leicht als nütz-lich aussallcn.

') lllenüen de 6ImrI. ernä.. IV.