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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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so bedeutet es etwas Gutes." Er fuhr zusammen, da cs un-ten wieder hervor kam; endlich fiel ihm ein, daß wol gar einertrunkener Mensch unter ihm ziehen könne, ja Vult selber.Er sprang herunter ans Ufer herum, wo sich das schwim-mende Wesen in einer Bucht voll Buschwurzeln verfangenhatte. Mühsam und zitternd hob er mit seinem Stabe einenleere» Aermel, dann noch einen und darauf gar noch einige auf,bis er sehr sah, daß das Ganze nichts sei als eine ins Wassergeworfene, von der Jahrszcit abgcdanktc Vogelscheuche.

Aber ein Schauder dauert länger als sein Anlaß oderJrrthum; er ging noch sorgend für den Bruder in dessenWohngassc, als seine Flöte schon von ferne herauf tönte undwie die Fluth alle die offnen rauhen Klippen der Welt mit Ei-nem weichen Meer zudccktc. Der elende November, der Hcrrn-hutische Wirth, die Vogelscheuche und die leere Ebbe des Le-bens gingen nun unter in schönen Wogen. Walt trat, wcil'sfinster war denn am Tage schauctc er nur die lange Gassehinab dicht vor Vults Haus, obwol in die Monds-Schat-tenscitc. Er druckte den Thürdrückcr wie eine Hand, weil erwußte, wie oft ihn die brüderliche mußte angefaßt haben.Vult, dieß merkte er aus dem Schatten und dem Lichtschim-mer gegenüber, mußte mit dem Notenpulte nah' am Fensterstehen. Als wieder ein langer Wolkenschatte die Gasse hcrauf-slog: schritt er quer über und guckte hinauf, und sah hinterdem erleuchteten Notenpulte das so lange begehrte Gesicht;und weinte bitter. Er ging an ein großes rothes Thor seit-wärts, worauf Vults Schattenriß, aber gräulich auseinandergezogen wie ein angenagcltcr Raubvogel hing, und küßte etwasvom Schatten, aber mit einiger Mühe, weil sein eigner vielverdeckte.