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Versetzung ins fremde Ich, und fragte: „kann denn Vultseine Handlungen nach andern Grundsätzen zuschnciden, alsnach seinen eigenen? Und wollt' er denn anders, als ich selber,eben für mich handeln? — Jeder begehrt von Andern Gerech-tigkeit und dann noch ein wenig Nachsicht dazu; ei gut, sogcb' er Andern auch beides, und das will ich thnn." Er fandzuletzt in Vults Stoßkraft eine Ergänzung seiner eigenenweichwolligcn Außenseite; die Freundschaft und Ehe wird, sowie ein Fernrohr, durch Zusammensetzung erhobncr und hohlerGläser gemacht.
Was half aber sein aufgethancs Herz? Niemand ginghinein. Licbes-schamhaft harrte er, daß Vult nur eine Viertels-Elle von einer weißen Friedcnsfahnc flattern ließe, um sogleichmit Liebesaugcn in die fremde Seele cinznzichen; aber nichteinen Fingerbreit davon streckte dieser aus, sondern er schickteihm Ausschweifungen für den Hoppelpoppel ohne ein Wortdazu. Walt sandte ihm mehrere Kapitel, die er in seinem Hcr-zensklostcr um so leichter aufgesetzt, da ihn Pasvogcl nochimmer ans den ersten Korrekturbogen warten ließ, so wie dieStadt ihn auf irgend ein Notariats-Instrument, das ihn bättcstören und bereichern können. Ihnen fügt' er blos zweiStreckverse bei:
I.
Meine ganze Seele weint, denn ich bin allein; meineganze Seele weint, mein Bruder!
II.
Ich sah dich, und liebte dich. Ich sah dich nicht mehr,und liebte dich. So muß ich dich immer lieben, ich mag nunfrohlocken oder weinen tief im Herzen.