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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
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211
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berichten würde, ein Tag verspäteter Erbschaft znr Schulstrasegesetzt. Flitte erwicderte darauf:er wisse Niemand, der soviel Organ für französische Sprache besitze, so wie Kalligraphiedafür, als Herrn Walt, und er entsinne sich keines erheblichenFehlers." Walt griff nach dcffcn Hand, und sagte:o wieschön, daß ich mir Sie so immer dachte! Aber meine Freudeist nicht so uneigennützig, als sic scheint, sondern noch uneigen-nütziger." Der Ober-Vollstrecker wünschte ihm erfreuet Glück desgleichen der Buchhändler und jener bat ihn um dieWahl des neuen Erbamtes.

Es ist sehr schlimm für diese Geschichte, daß die Weltnicht die sechste KlauselSpaßhaft und leicht mag's"auswendig kann, auf welcher doch gerade die Pfeiler des Ge-bäudes stehen. Der Notar wußte sic ganz gut, und der Buch-händler am besten. Als Walt in dem Seelen-Rausche überdie schönste Rechthaberei, die es gibt, sich nämlich nicht inguten Voraussetzungen von Flitte geirrt zu haben nicht sogleich das Erbamt erlesen konnte, das er begleiten wolle: tratPasvogel zu ihm, und erinnerte ihn an den Buchstaben 6der Klausel, welcher sagt,er soll als Korrektor 12 Bogengut durchsetzen." Trefflich genug! sagte Walt, verstandund erklärte sich dazu; in das vom Nacht-Zorne zerfresseneHerz stoffen die kleinsten Ergüsse menschlicher Milde bal-samisch-heilend ein.

Außerhalb der Rathsstubc fand er auf einmal sein Herzum- und dem Bruder wieder zugcwandt; Flitte war gerecht-fertigt, er selber entschuldigt, und er verzieh in Massen, blosweil er so viel Recht gehabt. Nachdem er eilig seinemgeängstigtcn Vater den schönen Ablauf seines Wochenamtcsgeschrieben hatte: so machte er sich ernsthafter nn seine alte