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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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Freund, vorlcscn, versetzte Vult ist nichts dazu da? undich dazu die Begleitung blasen? Wie oft sah ich auf mei-nen Reisen, daß Personen, welche saßen, sich hoben und ent-falteten, weil nichts die Physiognomie, welche der Maler auf-fangen will, in ein so schönes Leben setzt, als eine mit Musikbegleitete Vorlesung von etwas, das gerade aupaßt!"

Raphaela sagte, sie nehme freilich ein Doppclgeschenk vonMusik und Deklamazion dankend an. Vult faßte einen nahenMusenalmanach blätterte sagte, er müsse klagen, daßin allen Musenkalendcrn leider der Ernst zu hart mit demSpaß raugirc, wie in I. P . . s Werken, wolle aber Hoff-nung geben, daß er vielleicht durch Töne zu diesen MißtönenLeittöne herbcischaffe und reichte Walten eine Elegie, mitder Bitte, sie vorzulcscn und darauf unbekümmert die sati-rische Epistel und dann das Trinklied.

Da dieser erfreuet war, daß er seinem Feuer eine Sprache,obwol eine nachsprechcnde, geben durfte: so verlas er so heiß,laut und taub das sehr rührende Gedicht, daß er gar anfangsnicht vernahm, mit welchen närrischen Takten, Ballet-Pas-saden, sogar mit einem Wachtclruf ihn der Bruder flötendsekuudirtc. Erst als er die satirische Epistel vorlas, hörte erin der Kälte einigen Widcrton, daß nämlich Vult dem Witzemit I.k>Al-i,no8i's Passagen und einigen Sylben aus Aa/cln'osieben Worten zur Seite ging; er nahm sie aber für Ucber-reste voriger Rührung. Dem Trinklicdc nachher setzte Vultmehrere TmnZuiclo's-Haltc, gleichsam schwarz und weiße Trauer-schneppen an. Der Widerstreit preßte den Zuhörern einengelinden Angstschweiß aus, der eben, wie Vult fest behauptete,ein Gesicht, das sitze, beseele.

Aber plötzlich trat ein ganz anderer Miß- und Dur-

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