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lassung eines adeligen bereite; du aber mußt mich mit einerFeinheit zu entschuldigen wissen, die kaum zu schätzen ist."
„H. v. Harnisch — führte drunten Walt ihn ein —fand mich in meinem Zimmer; wie sollt' ich, Demoiselle, nunmein Vergnügen schöner theilcn, als daß ich'S mit Ihm undmit Ihnen zugleich theiltc." Er warf dicß so leicht hin undbewegte sich so leicht ans und ab — ans den theils von Flittebisher polirtcn Nädern, theils auf den vom Wein cingeölten
— daß Vnlt ihn heimlich auslachte und sich dabei ärgerte;er verglich still den Bruder mit Minervcns Vogel, mit einerEule, der der Vogelsteller gewöhnlich noch einen Fuchs-schwanz anhcftet. Das erstemal, da ein Mensch, den wirvorher als unbeholfen gekannt, uns beholfen und gewandtvorübertanzt, will er unsrer Eitelkeit durch einen Schein derseinigen nicht sonderlich gefallen.
Vult war sehr artig — sprach über Malen und Sitzen
— lobte Flittc's Miniatur-Punktirkunst als ziemlich ähnlich,ob die Farbenpunkte gleich so wenig als rother und weißerFricsel ein Gesicht darstclltcn — und lockte dadurch den Bru-der, der aufrichtiger lobte, in den Ausbruch der schelmischenZartheit hinein: „Raphaela ist ja nicht weit von Raphael."
Als jene indeß nach ihrem Traucrrcglcmcnt der Lust,sich ihr Frcndenöl in Thräncntöpfen zu kochen, auf des Flö-tenspielers Musik, dann schnell auf die Blindheit und derenschönen Eindruck aus andere verfiel, und sich nach seinem Au-genstand erkundigte: unterbrach Vult sic kurz: „das war nur
ein Scherz für mich und ist vorüber.Hr. Notar,
wie können wir beide so müßig dastehcn und reden, ohne zumMalen zu Helsen?" — „H. von Harnisch?" fragte Walt,ohne eomment zu sagen. „Kann denn nicht einer von uns.