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Mit Vergnügen kam er in dem eigenen Hause wie ineinem fremden an. Raphaela lächelte beiden von der oberstenTreppe herab und führte sie hastig in ihr Schreibzimmer hin-ein. Hier waren schon widersprechende Weine. Eise undKuchen gehäuft. Da eine Frau leichter das Herz als denMagen eilrcs Mannes erräth: so weiß sie freilich nicht, was erAbends um vier Uhr am liebsten trinkt. Ein Bedienter nachdem andern sah durch die Thüre. um einen von RaphaclenSWünschen zu holen und erfüllt zurück zu bringen. Die ganzeDienerschaft schien ihre Negierung für eine goldnc von Saturnzu halten; man sah einige von der weiblichen sogar im Parkspazieren gehen. Die immer voller ins Zimmer hineinströ-mende Abendsonne und der Frcudcnglanz. der jedem Gesichtesteht, bewarfen das Mädchen und die Situazion mit ansehn-lichen Reizen. Flittc war gegen Raphaela nicht die Falsch-heit selber, sondern ein Fünftelsaft von Wesen — nämlich einFünftel galant, ein Fünftel gut. eines sinnlich, eines geldsüch-tig. ein Fünftel ich weist nicht was. als sic zu WaltS Ent-zücken gesagt hatte: „Schmeicheln sollen Sie meinem Gesichtenicht, es hilft nichts; machen Sie es nur, dast inn cllüre inörses wieder erkennt." — Im Notar kroch heimlich die stilleFreude herum, daß er jetzt gerade unter seinem eignen Zimmerstehe, im Hause zugleich Gast und Miethsmann. daß er fernernicht die kleinste Verlegenheit spüre — denn Flitte war ihmnicht fremd und über Eine Frau war schon zu regieren —und dast die schönsten Düfte und namenlosesten Möbeln jedeEcke schmückten: „hätt' ich aber dieß sonst als Bauernsohnaus Elterlcin denken sollen?" dacht' er.
Flittc zog nun das Elfenbein und das Farbcnkästchcnhervor und erklärte dem Modelle, je freier und belebter cs