irre, daßZdieser ganz romantisch wird. Denn er mit allenseinen Himmels-Sternen muß doch der körperlichen Umdrehungfolgen. Das Frühstück, das ein Spätstück gewesen, warf denNotar aus einem Gleise, worin er seit Jahrzehenden gefahrenwar, so weit hinaus, daß vor ihm jeder Glockcnschlag, derSonnenstand, der ganze Nachmittag ein fremdes seltsames An-sehen gewann. Vielleicht macht daher der Krieg den disziplinir-ten Soldaten durch die Verkehrung aller Zeiten in unordentlichenEbben und Flnthen des Genusses romantisch und kriegerisch.
Um die Vesperzeit erschien ihm der Schattenwurf derHäuser noch wunderlicher und in Fraisscns Zimmer wurd'ihm die Zeit zugleich eng und lang', weil er wegen seiner un-tergrabenen Sternwarte nichts vorausschen konnte. Er wolltewieder Lloncle, und begleitete Flitten in ein Billardzimmer,wo er verwundert hörte, daß dieser die Bälle nicht französischzählte, sondern deutsch. Hier entlief er bald aus dem magernZnschaucn allein hinaus au das schöne User des Flusses. Alser da die armen Leute erblickte, welche au diesem Tage nachden Stadtgesetzcn fischen durften (obwol ohne Hamen), undHolz lesen (obwol ohne Beil): so erhielt er plötzlich an ihrenheutigen Genüssen eine Entschuldigung der scinigcn, die ihmallmälig zu vornehm und zu müßiggängcrisch vorgekommeuwaren: „auch ich habe, daäit' er, heute vornehm genug ge-schwelgt und kein Wort am Roman geschrieben; doch morgensoll ganz anders zu Hause geblieben werden."
Die langen Abend-Schatten am Ufer und die langenrotheu Wolken legten sich ihm als neue große Schwingen an,welche ihn bewegten, nicht er sie.
Er durchstreifte allein die dämmernden Gassen, bereit zujedem Abenteuer, bis der Mond aufging, und seine Mond-
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