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selige Gedichte auf sie; dann hielt er die Papiere voll Edenins Talglicht, und verkohlte alles, weil er, sagt' er, nicht cin-schc, mit welchem Rechte er ohne ihr Wissen so vieles vonihr offenbare ihr oder andern.
Als er zu Bette ging, »erstattete er sich, Wina's Träumesich zu erträumen. „Wer kann mir verbieten, sagt' er, ihreTräume zu besuchen, ja ihr sehr viele zu leihen? Ist derSchlaf vernünftiger als ich? O sic könnte im wilden Wahn-sinn desselben ja recht gut träumen, daß wir beide unter demWasserfalle ständen, verbunden aufflögcn in ihm, umarmendhinschwämmcn ans seinem flüssigen Fcucrgoldc und zum Ster-ben herabstürztcn mit ihm und vergöttert still nun weiterflössen durch die Blumen, in den Stralen, sie mit ihrer Wellein meine schimmernd, und wir so uns in einander verrönnenin das weite, hohe, blaue, reine Meer, das sich über dieschmutzige Erde deckt? Ach, wenn du so träumen wolltest,Wina!" — Dann sah er auf dem Kopfkissen recht hell undscharf — weil Nachts in der wilden Zeit des Vortraums vorder Seele alle blasse Bilder junge Lcbenssarbcn annchmen unddie Gestalten blitzende Augen öffnen — das liebe, milde AugeWina's vor sich anfgethan und wie einen Mond, den derTag zum Wölkchen verdünnte, am Nachthimmel bcrrschcndstralen; und er sank in das liebe Auge, wie ein Frommer indas Auge, unter welchem man Gott abbildct. Wie leicht unddünn ist ein Blick und ein erinnerter! Kaum das Alpcnrös-chen ist er, das der Mensch von der höchsten Stelle seines Le-bens herunter bringt. Aber doch hält der Mensch unter derMasse von Massen und Weltkugeln sich gern an die kleine,die ein Augenlied bedeckt, an einen verhauchten, kaum entstan-denen Blick — und auf dem himmlischen Nichts ruht sein