Druckschrift 
14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
Seite
134
Einzelbild herunterladen
 

134

Weiter: die meisten jetzigen Biographen (worunter auchdie Romanciers gehören) haben den Spinnen wol das Spin-nen, aber nicht das Weben abgesehen

Ferner: die Verdauung spuren, heißet eben keine spüren,sondern vielmehr Unvcrdaulichkcitcn

Weiter: zur zweiten bessern Welt, worauf alle Welt aus istund aufsicht, gehöret auch der Höllenpfuhl sammt TeufelnFerner: der Schatte und die Nacht sehen weit mehr alsGestalten und Wirklichkeit aus, als das Tageslicht, das dochnur allein existirct, und jene scheinen lasset

Und zuletzt: man reiche dem Leser etwas in einer Nuß,so verlangt er's noch enger als Nuß-Oel; man breche für ihnaus der steinigen Schale eine köstliche Mandel, so will er umdiese wieder eine Hülse von Zucker haben

Blos diese wenigen schwachen Satze wende ein verchr-licher Stadtrath auf das Buch und sich und den Leser an,und frage sich:ist noch jetzt die Frage von diesem undjenem?"

Noch vier Punkte Hab' ich außerdem zu berühren.

Der erste Punkt ist nicht der erfreulichste. Noch Hab' ichnicht mehr als 50 Nummern vom Kabelschen Naturalien-kabinet (denn dieser Brief ist für den halben Dachshunds-Blasenstcin) erschricbcn, und fahre schon mit drei Bänden vor,die abzuladen sind; da nun das Kabinct 7203 Nummern inallem besitzt: so müssen endlich sämmtliche Flcgcljahre so starkansfallen, als die allgemeine deutsche Bibliothek, welche sichdoch von ihnen im Gehalte so sehr unterscheidet. Ich sageletzteres nicht aus Bescheidenheit, sondern weil ich's selberfühle. Jndeß wcrd' ich nächstens in meinen Vorlesungenüber die Kunst, gehalten in der Leipziger Oster-