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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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Serviette (sie hatte eine um) über den Hals schlage, um nurans Fenster zu kommen und zu hören.

Unter dieser Rede hatte eine fremde Flöte so närrisch mitfeindlichen Tönen durch die Nachtmusik gegriffen und geschricu,daß diese es für angenehmer hielt, überhaupt aufzuhören.Jakobine sprach laut, ohn' es zu merken, weiter:man über-kommt dann Gefühle, die niemand gibt, weder Freundin nochFreund!"

Etwas leiser, Vortreffliche, ums Himmels willen leiser sagte Walt, als sic den letzten Satz nach der Musik ge-sagt der General schläft gerade neben an und wacht. Wol,wol ist meistens für ein weibliches Herz eine Freundin zuunmännlich und ein Freund zu unweiblich." Sie sprach soleise, als cr's haben wollte, und faßte ihn an der Hand mitbeiden Händen an, wodurch die dicke plumpe Serviette, die siebisher mit den Fingern wie mit Nadeln zugchältcn, ausein-ander fiel. Er erfuhr, was Höllenangst ist: denn das leisereSprechen und Beisammenstehen, wußt' er, könnt' ihn ja jedeMinute, wenn die Thüre ausging, bei der Welt in den Nuseines Libertins, eines frechen Mädchen-Wolfs setzen, der nichteinmal die Unschuld schonet, wofür er Jakobine hielt, weilsie sanfte blaue Augen hatte.

Aber Sie wagen beim Himmel zu kühn!" sagt' er.Schwerlich, so bald nur Sie nicht wagen" versetzte sie. Erdeutete, was sic von seinen Anfällen sagte, irrig ans seinenunbefleckten Ruf, und wußte nicht, wie er ihr mit Zärte dieStücksicht aus seinen ohne Eigennutz denn ihr Ruf war janoch wichtiger in der größten Eile und Kürze (wegen desGenerals und der Thüre) auseinander setzen sollte. Und dochwar er von so guten ehrlichen Eltern, von so unbescholtenem