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Gänge und finstere Blättcrgruppen einander wechselnd färb-ten. Die Berge waren, wie Nachtgötter, hoch ausgestandcn,und hoben ihr dunkles Erdcnhaupt kühn unter die himm-lischen Sterne hinein. Der Notar sah den bisher ausein-ander liegenden Farbenthau der Dichtung an Wina's Handsich als einen Regenbogen ausrichten, und im Himmel stehenals der erste glänzende Halbzirkcl des Lebens-Kreises.
Er wurde — so wie Wina immer einsylbiger — immervielsylbigcr und betrank sich im Tanfwasscr seiner Worte, daser über jeden Berg und Stern goß, der ihnen vorkam. Esgab wenige Schönheiten, die er nicht, wenn er vorbciging,abschildertc. Es war ihm so wohl und so wohlig, als sei dieganze schimmernde Halbkugel um ihn nur unter seiner Hirn-schale von einem Traume aufgebauet, und er könne allesrücken und rauben, und die Sterne nehmen und wie weißeBlüten hcruntcrschlagen auf Wina's Hut und Hand. Je we-niger sie ihn unterbrach und abknhlte: um so größer machteer seine Ideen, und that zuletzt die größte, jene ungeheureauf, worin die Welt zerschmilzt und blüht, so daß Luzic, diebisher weltliche Lieder murmelnd gesungen, damit aushörte,aus Scheu vor Gottes Wort.
Eben wurde das Eoiupltzwriuin geläutet, als Wina voreiner überlaubten kleinen Kapelle vorbei ging. Sic ging wieverlegen langsam, stand, und sagte Luzicn etwas ins Ohr.Walt war ihrer Seele zu nahe, um nicht in sie zu schauen;er ging schnell voraus, um sie beten zu lassen, und sic heim-lich nachzuahmcn. Luzie hatte leise Minen gesagt, seitwärtsoben die schwarze Laube sei die blaue. In dieser wollte erdie Beterin erwarten. Als er näher trat, flog aus der LaubeJakobine lustig heraus, und warf ihm scherzend einen Shawl