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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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Blauer Enzian blaue Sternblumen blauer Ehrenpreis blaue Waldreben vergitterten sich zu einem kleinen Him-mel, worin gerade im Herbst keine Wolke, d. h. keine Knospewar, sondern offne Actherkclche.

Da die Blumen leben und schlafen, sagte Walt bei die-sem Anlaß, so träumen sie gewiß auch, so gut wie Kinderund Thicre. Alle Wesen müssen am Ende träumen."Auch die Heiligen und die h. Engel?" fragte Wina.Ichwollte wol sagen Ja sagte Walt insofern alle Wesensteigen, und sich also etwas Höheres träumen können."Ein Wesen ist aber auszunchmcn, sagte Wina.Gewiß!Gott träumet nicht. Aber wenn ich nun die Blumen wiederbetrachte, so mag wol in ihren zarten Hüllen der dunkleTraum von einem leichtern Traume blühen. Ihre duftendeSeele ist Nachts zugchüllt, nicht durch bloße Blätter, sondernwahrhaft organisch, wie denn unsere auch nicht durch bloßeAugenliedcr zugeschlosscn wird. Sobald nun einmal die far-bigen Wesen am Tage Licht und Kraft verspüren: so könnensie ja auch Nachts einen träumerischen Wiederschcin des Ta-ges genießen. Der Mischende droben wird den Traum einerRose und den Traum einer Lilie kennen und scheiden. EineRose könnte wol von Bienen träumen, eine Lilie von Schmet-terlingen in dieser Minute kommt es mir ordentlich fastgewisser vor das Vergißmeinnicht von einem Sonneu-stral - die Tulpe von einer Biene manche Blume voneinem Zephyr Denn wo könnte denn Gottes oder derGeister Reich aushören? Für ihn mag wol ein Blumenkelchauch ciu Herz scyn, und umgekehrt manches Herz ein Blu-men-Kelch." -

Jetzt traten sic in den Zauber-Garten ein, dessen weiße