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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
Seite
118
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dm Notarius mit sanftem Stocken an:lieber H. NotarSie lieben ja auch, wie ich hörte, die Natur und meinguter Vater-"

Er war schon nach dem Hut-Stock geflogen, und standbewaffnet und reisefertig da und ging hinter beiden mithinaus. Denn ein fremdes Zimmer zu verlassen, fühlt' ersich ganz berechtigt. Jndcß aber solches geschlossen wurde,kam er wieder voraus zu stehen, nahe an der Treppe; undin ihm fing ein kurzes Treffen und Scharmützel an über dieFrage, ob er mit entweder dürfe oder solle - oder wedereines noch das andere. Wina konnte ihn nicht zurückruscn und so kam er innen fechtend aus die Treppe, und trugdas stille Handgemenge bis zur Hausthüre hinaus.

Da ging er ohne weiteres mit und setzte den Hut vonseinem Stock auf den Kopf; aber er zitterte, nicht sowol vorFurcht oder vor Freude, sondern vor einer Erwartung, diebeide vereinigt. O es ist eine lächerliche und reine Zeit imfrühen Jünglingsalter, wo im Jüngling die alte französischeRitterschaft mit ihrer heiligen Scheu erneuert, und wo derKühnste gerade der Blödeste ist, weil er seine Jungfrau, fürihn eine vom Himmel geflogne, eine nach dem Himmel flie-gende Gestalt, so ehret wie einen großen Mann, dessen Nach-barschaft ihm der heilige Kreis einer hohem Welt ist, unddessen berührte Hand ihm eine Gabe wird. Unselig, schuld-voll ist der Jüngling, der niemals vor der Schönheit blöde war.

Die drei Menschen gingen durch eine waldige Gasse demGarten zu. Der Mond zeichnete die wankende Gipfel-Ketteauf den lichten Fußsteig hin, mit jedem zitternden Zweig.Luzie erzählte, wie schön der Garten, und besonders eine ganzblaue Laube darin sei, aus lauter blauen Blumen gewebt.