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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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Es ist doch sehr leicht, Hr. Harnisch" versetzte Wina,nicht spöttisch, sondern unbefangen, ohne aufzublicken.

Die Anrede:Herr Harnisch" jagte den Empfänger der-selben wieder in die Denk- und Schweig-Karthause zurück.Wie kommt's sagt' er, spät heraustretcud, uud den Strick-Faden wieder ausnehmend daß nichts so rührend ist, alsdie Kleidungsstücke der lieben Kinder, z. B. dieses hier so

ihre Hütchen Schühchen?-Das heißet freilich am

Ende, warum lieben wir sic selber so sehr?"

Es wird vielleicht auch darum sehn versetzte Wina,und hob die ruhigen vollen Augen zum Notar empor, dervor ihr stand weil sie unschuldige Engel aus der Erdesind, und doch schon viele Schmerzen leiden."

Wahrhaftig, so ist es (beisteuerte Walt, indem Wina,wie eine schöne stille Flamme glänzend vor ihm aufstand, umihr Mädchen herzuklingeln) Und wie dürfen Erwachseneklagen? Ich will wahrlich das Sterben eines Kindes (setzt'er hinzu, uud folgte ihr einige Schritte nach) ertragen, abernicht sein Jammern; denn in jenem ist etwas so heilig-schauerliches." Wina kehrte sich um und nickte.

Luzie kam; Wina fragte, ob der General ihr nichts auf-getragen. Luzie wußte von nichts, als daß sie ihn in dennahen Garten hinein spazieren sehen. Rasch trat Wina ansmondhelle Fenster, athmetc Einmal recht seufzend ein, undsagte schnell:den Schleier, Luzie! Und du weißt es gewiß,liebes Mädchen, und auch den Garten?" Mit einer leisenStimme, wie nur eine mährische Schwester anstimmcn kann,versetzte Luzie:ja, Gnädigste!" Wina warf den Schleierüber den Hut und redete, hinter diesem gewebten Nebel undfliegenden Sommer unbeschreiblich blühend und liebreizend.