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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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Flügel aus, und riß mein Herz in das allerheitcrste Reich.Weite Fichtenwälder waren an den Spitzen gelbroth besäumt,srcilich nur durch mordende Fichteuraupen. Die liebe Sonnestand so, daß es der Jahreszeit nach Uhr am Morgen seynmochte, cs war aber, die Wahrheit zu sagen, 6'/» Uhr Abends.Jndcß sah ich die Lindenstädtcr Gebirge roth von der cntge-gcnstehcnden Sonne übergosscn, die eigentlich der östlichen Lagenach über ihnen stehen mußte.

Ich blieb im Wirrwarr, obgleich die Sonne vielmehr fielals stieg, bis ein junger hagerer Maler mit scharfen undschönen Gesichts-Knochen und langen Beinen und Schrittenund einem der größten preußischen Hüte vor mir dahin vor-über wollte, mit einer Maler-Tasche in der Hand.GutenMorgen, Freund, sagt' ich, ist das die Straße nach Roscnhof,und wie lange?"Dort hinter den Hügeln licgt's gleich.Sie können in einer Viertel-Stunde noch vor Sonnenunter-gang ankommen, wenn die Fähre eben da ist." Er entliefmit seinen gedachten Schritten und ich sagte: Dank, guteNacht. Es war mir aber gewaltsam, als wenn sich die Weltrückwärts drehte, und als wenn ein großer Schatte über dasSonncn-Fcncr des Lebens käme, da ich den Morgen zumAbend machen mußte." So weit seine Worte.

Jetzt stand der Notar still, drehte sich um, eine langeEbene hinter ihm schlossen unbekannte Berge zu; vor ihmstanden sie, wie Sturmbalken der Gewitter, gehörnt und ge-spalten hinter den Hügeln gen Himmel und die Berg-Riesentrugen die hohen Tannen nur spielend. Der fliegende Land-schaftsmaler, sah er, setzte sich ans die Hügel und schien, nachseiner Richtung zu schließen, die verdeckte Stadt Roscnhof anssein Zeichenpapier herauszutragen. Gott, dachte Walt, nun