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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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Himmel die Wolke selber nur langsam zieht, und die Sonnegar wie ein Gott steht und blickt. Ach in jedem Herbst fal-len auch dem Menschen Blatter ab, nur nicht alle.

Er sah eine abgcfresscnc Wiese, aber violct von ausge-schlossenen giftigen Herbstblumen. Auf ihr lärmten Zugvögel,die mit einander den Plan zu ihrer Nachtrcise zu beredenschienen. Aus der Landstraße fuhr ein rasselnder Wagen hin,unter den Hinterrädern boll ein Hund. Am fernen Berg-Abhangc schritt eine weibliche weiße Gestalt kaum merkbarhinter ihrem dunkelbraunen Manne, um in irgend einem un-bekannten Dörfchen ein Glas und eine Taffe zu genießen, unddazu vor- und nachher so viel von schöner Natur, als unter-wegs gewöhnlich vorkommt. In der Nähe trippelten zweiwcißgepntzte Mädchen von Stande, mit Blumen und Schnupf-tüchern in den Händen, durch die grünen Saaten-Furchen,und die gelben Shawls flatterten zurück.

Er ging vor einem bis au die Himmelswagen hinaufgcthürmtcn sogenannten Brautwagen vorbei, worauf alle dieWachsflügcl, Flügeldecken, Glasfcdcrn und der Fcderstaub einer-seits, und die Steiß- und Schwanzflossen, die Brust- undRückenflossen, die Danaidcngcsäßc, Wasserstnckc, Wasscrwagcn,Regenmesser und Trockenseilc andererseits unter dem NamenHausgeräthe aufgeladen waren, welche der Mensch durchaushicnicden haben muß, um nur einigermaßen halb durch dasLeben zu schwimmcm, halb darüber zu fliegen. Der Ei-gcnthnmcr aber schritt voll Empfehlungen der größten Vor-stchtsrcgeln für seine aufgcpacktcn Flügel und Flossen nebendem Wagen her, und versprach sich und andern Schritt vorSchritt ganz andere blauere Tage in der Zukunft, als er inseinem vorigen unbekannten Neste gehabt.