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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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scheu zu befördern, steht außer dem Vermögen einesSterblichen.

Er holte darauf einen kleinen zerlumpten Jungen ein,der barfuß in einem Paar rothen Plüschhosen voll unzähligerGlatzen ging, das, von einem Manne abgelegt, eine Pump-und Strumpfhose zugleich au ihm geworden war. Der Knabehatte nichts bei sich als ein Gläschen, mit dessen Salbe ersich unaufhörlich die rothkrankcn Augen bestrich. Walt fragteihm sanft seine Leidensgeschichte ab. Sie bestand nur darin,daß er von seiner Stiefmutter weggclaufen, weil sein Vater,ein Militair, von dieser weggclaufen, und daß er sich zu denFranzosen zu betteln hoffe.Kannst du hessische Groschenbrauchen?" fragte Walt, der zu seinem Schrecken zu großesGeld bei sich fand. Der Knabe sah ihn dumm an, lächeltedann, wie über einen Spaß, und sagte nichts. Walt wiesihm einen.O, sagt' er, das kenn' er wohl, sein Vater Hab'ihn oft wechseln lassen." Der Notar erfuhr endlich, der Knabesei ein Hesse und gab ihm alle vaterländische Groschen.

Allmälig äußerte jetzt der Bettelstab seine feindselige Kraft,eine Wctterstangc zu sehn, welche Gewitter zieht. Walt konnteden Frühling des Vormittags durchaus nicht wieder zurückbringen, sondern mußte den Herbst vor sich stehen sehen, dergerade so episch macht, als der Lenz lyrisch und romantisch.Er dürft' es dem Stock sehr aufbürden, daß er nach denLeipziger Bergen sah und doch ganz vergeblich hinter ihnenauf der andern Seite in die Leipziger Ebenen herabzufahrcnsuchte bis vor Wina's Gartcnthüre, weil der Stock sich gleich-sam unter dem Berg-Schlitten stemmte und stülpte.

Er sah nur das Fliehen und Fliegen des Lebens, dieEile auf der Erde, die Flucht des Wolkenschattens, indcß am