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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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nendes Schiff: so fliegt die zarte Dichtkunst des Herzensnur auf, wie eine goldne Abendrots)-Taube, oder wie einChristus, der gen Himmel geht, weil er eben die Erde nichtvergissct.

Die Flöte floß ihm immer durch das Bette des Thalesnach, ohne doch weder näher zu kommen, wenn er stand, oderzurück zu bleiben, wenn er lief.

Jetzt schwang sich die Landstraße Plötzlich aus dem Thaleden Berg hinauf. Die Flöte drunten wurde still, da sichoben die Wcltflächc weit und breit vor ihm aufthat, und sichmit zahllosen Dörfern und weißen Schlössern anfüllte, und mitwasserzicheudcn Bergen und mit gebognen Wäldern umgür-tcte. Er ging aus dem Bergrücken, wie auf einer langenBogen-Brücke, über die unten grünende Mecresfläche zu bei-den Seiten hin.

Er war ganz allein und vor Ohren sicher, er pfiff freidaher figurirte Choräle, Phantasien, und zuletzt alte Volks-melodicn, und hörte nicht einmal auf, wenn er cinathmete.Gegen die Natur aller andern Blasinstrumente bleibt dieseMundharmonika, wie die andere, romantisch und süß in gro-ßer Nähe keinen halben Fuß vom Ohre und wie beider Musik im Traum, ist hier der Mensch zugleich der In-strumentenmacher, Komponist und Spieler, ohne im geringsteneinen andern Lehrmeister dazu gehabt zu haben als wiedersich, den Schüler selber.

Immer betrunkncr und glücklicher wurde Walt, als erauf dieser ersten Schäferpfeife, auf diesem ersten Alphorn fortblies, dem Morgenwinde entgegen, der die Töne in die Brustzurück wehte; und zuletzt wurd' ihm, als komme das ver-wehte Getön aus weiter Ferne her. Da er lange so ging