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eine ewige Brautkammcr der Liebe — beugt die Blumen —lasset euch wehen — spielt im Glanz und eutzittcrt nur lindewie Blüten dem Leben."
Er sah eine Heerde stummer Nachtigallen, die sich zumnächtlichen Abzug rüsteten. „Wo fliegt ihr hin, ihr süßenFrühlings-Klänge? Sucht ihr die Myrte zur Liebe, suchtihr den Lorbeer zum Sange? Begehrt ihr ewige Blütenund goldne Sterne? So fliegt nur ohne Stürme unter un-fern Wolken fort und besingt die schönsten Länder, aber fliegtdann liebcsbrünstig in unfern Frühling zurück, und singt demHerzen in schmachtenden Tönen das Heimweh nach göttlichenLändern vor."
„Ihr Bäume und ihr Blumen, ihr neigt euch hin undher, und möchtet noch lebendiger werden und reden und flie-gen, ich liebe euch, als wär'ich eine Blume und hätte Zweige;einstens werdet ihr höher leben." Und da bog er einen tiefans Wasser sich neigenden Zweig gar ein wenig in die Wellenhinein.
Plötzlich hört' er in tiefer Ferne hinter sich eine Flötedurch das Thal gleichsam aus dem Strom herunter kommen,dem Wehen entgegen. Die Ferne ist die Folie der Flöte; undihm, der mehr ihren Ton als ihren Gang verstand, war keinenahe gute nur halb so lieb. Die Töne schienen nachzukom-men, doch schwächer. Am Wege stand eine Stcinbank, dieihn in dieser Einsamkeit schön an die Menschensorge für an-dere Menschen erinnerte. Er setzte sich ein wenig darauf, umgleichsam zu danken. Aber er legte sich bald ins hohe Ufer-Gras, um der guten Erde, die zugleich der Stuhl, der Tischund das Bette der Menschen ist, näher zu seyn, und regte sichwenig, um die im warmen stillen Ufcrwinkcl spielenden Ein-