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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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lich herunter schöne Frühlingswinde ziehen durch das langeThal die Schmetterlinge und die Mücken halten ihren Kin-dcrball und der Rosennachtfalter oder das Goldvögelchen sitztstill auf der Erde die Blätter der Kirschbäume glühen roth,wie ihre Früchte, nach, und statt blasser Blüten fallen schönbemalte Blätter und im Frühling wie im Herbste zieht dieSonne am Spinnrade der Erde fliegendes Gewebe auswahrhaftig es ist ein Frühling, wie ich noch selten einengesehen."

Im hohen Aether waren zarte Streifen, Silbcrblumengewebt und Meilen-tief darunter zog langsam ein Wolken-Gebirge nach dem andern hin; zwischen diese aufgebaueteKluft im Blau flog Walt, und wandelte aus dem Himmels-wcgc aus Dust leicht dahin und sah oben noch höher aus.Doch sah er auch herab ins heimliche Thal sah den stillenglatten Fluß darin gleiten Wälder bogen sich liebend voneinem Bergrücken hinein, am andern glänzten Trauben undWeinbcrgshäuschen und reife Beete. Er fuhr» wieder her-nieder in sein langes Thal, wie auf einen Eltern-Schooß.

Wie geht cs sich so schön in den Säulenhallen der Na-tur, auf dem Grün und zwischen dem Grün, in ewiger Be-gleitung des unendlichen Lebens! sang er, ohne besondere Me-trik, laut hin, und sah sich nm, damit niemand seine Sing-stimme belausche. Wallet nur hin, ihr hübschen Schmet-terlinge, und genießet die Honigwochc des kleinen Seynsohne Hunger, ohne Durst*) ein schönes Sonnenleben,ein Liebcsscyn und die einzige Kammer des Herzens ist nur

') Schmetterlinge haben nur eine Herzkammer und die meistenkeinen Magen.