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Der Muth der Menschen wachset leicht, ist er nur her-ausgekeimt; — Kommende grüßten leise, Gehende laut; derNotarius dankte beiden lauter. Er war so freudig bei einemFreudenbecher, den nicht einmal sächsischer Landwein hätte wäs-sern können. Er liebte jeden Hund, und wünschte von jedemHunde geliebt zu sehn. Er knüpfte deswegen mit dem Wirths-spitze — um nur etwas für das Herz zu haben — ein soenges Band von Bade - Bekanntschaft und Freundschaft an,als ein Stückchen Wursthaut bei solchen Wesen sehn kann.Für warmherzige Neulinge sind wol stets die Hunde die Hunds-sterne, durch deren Leitung sie zur Wärme der Menschen zugelangen suchen, sie sind, so zu sagen, die Saufinder und Trüs-selhunde tief versteckter Herzen. „Spitz, gib die Pfote," riesder Wirth in Härmlcsbcrg. Spitz, oder der Spitz — dennder Gattungsname ist, was bei dem Menschen selten, in Deutsch-land und in Haslan, zugleich der persönliche, ausgenommen inThüringen, wo die Spitze Fixe heißen — Spitz drückte demNotar die Hand, so weit, er wußte.
„Gebt dem Herrn auch eine Patschhand, Bestien," riesder Wirth, als drei kleine, armlangc, geputzte Mädchen voneinerlei Statur und Physiognomie an der Hand einer jungenschönen, aber schneeblassen Mutter hcrcintratcn aus der Schlaf-kammer. „Es sind Drillinge und sollen zu ihrer Frau Pa-thin," sagte der Wirth. Gottwalt schwört im Tagcbuche, daßetwas „allerliebsteres, herzinniglicheres" cs gar nicht gebe, alsdrei so liebe hübsche, niedliche Mädchen von einerlei Höhe mitihren Schürzchen und Häubchen und runden Gesichtcrchcn sind,wobei nur zu bedauern sei, daß cs Drillinge gewesen, und nichtFünflinge, Scchslinge, Hundertlingc. Er küßte sie alle vor derganzen Wirthsstube kurz und wurde roth; — es war halb.