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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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still, die schweren Körbe auf den schicfuntcrgcstcllten Steckenanflehncnd, die sie vorher als Badincn getragen. Sein Herzmachte viel daraus, daß sie, wie Protestanten und Katholikenin Wetzlar, ihre Ferien und Feiertage des Gehens gemeinschaft-lich abthatcn, um beisammen zu bleiben und fort zu reden.Nie entwischte seinem Auge die kleinste Handvoll Federn oderHeu, womit sich der Arme die harte Pritsche in der Wächt-stube seines Lebens etwas weicher bettet und sich die Marter-bank anspolstert. Ein liebender Geist spüret gern die Freudender Armen ans, um darüber eine zu haben; ein hassenderaber lieber die Plagen, seltener um sic zu heben, als um überdie Reichen zu bellen, die er vielleicht selber vermehrt.

Herzlich gern wollt' er den Fracht- und Kreuzträgcrinncneinige Groschen Trage-Lohn auszahlcn; er schämte sich abervor so vielen Zeugen einer warmen That. Daraus schob einMann einen Karren voll hoher klappernder Blechwaaren da-her; sein Töchterchen war als Vorspann vorgclcgt; beide keuch-ten stark. Es zwang ihn, sich mit dem Karrcnschieber zusam-men zu halten und sich auf die eine Wagschale zu stellen,den Karner auf die andere. Da er nun sogleich bemerkte,wie sehr er mit seinen Glückslooscn und Zuckerhütcn denKarner überwiege der alten Holzweiber nicht einmal zugedenken; da er finden mußte, daß sein freies fliegendesFortkommen, gegen das träge Karren- und Stundcn-Rad desMannes gemessen, mehr der freudigen leichten Weise beikomme,wie die Großen reisen: so wnrd' er roth über seinen Rcich-thum und Stand er sah die Weiber noch halten und leh-nen er lief zurück mit vier Gaben und eilig davon.

Bei Gott, schreibt er in sein Tagebuch, um sich ganz zurechtfertigen der armselige flüchtige Sinnen-Kitzel einer bes-