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ein Wind blies ihm die leichte Krone ab. „ Es war' auch znviel für einen Mcnschentraum, Sie gar zn küssen" sagt' erund ging nach Hause. Unterwegs prüft' er die Nechtmäßigkcitdes Traums und hielt ihn so Stück für Stück an den mora-lischen Probirstein, daß er ihn auf die beste Weise zum zwci-tcnmalc hatte. So hält sich die fromme Seele, welche bangeschwimmt, gern an jedem Zweige fest, der auch schwimmt. Soist die erste Liebe, wiewol die unverständigste, doch die heiligste;ihre Binde ist zwar dicker und breiter — denn sie geht überAugen, Ohren und Mund zugleich — aber ihre Schwungfe-dern sind länger und weißer, als irgend einer andern Liebe.
Vor Ncupctcrs Hause unten sah er lang zu seiuem Fen-ster auf, seine Zelle kam ihm ordentlich fremd vor und er sich,und es war ihm, als müsse der Notar jede Minute oben her-ausguckcn auf ihn herunter. Plötzlich fing am Fenster eineFlöte an; er fuhr sehr kurz zusammen, da sein lieber Bruderihn droben erwartete. Er brachte ihm das Feuer zu, in wel-ches Wina ihr mildes Oel gegossen. Vult war ganz liebreichund freundlich; denn er hatte unterdessen im Doppel-Romandas neue Stück Gartenland besehen und umschritten, das Waltbisher daran fertig gemacht und gemauert — und hatte dagesunden, daß die grünen Hängbrücken, die vom Herkules-Tempel der Freundschaft wcgführtcn, sehr schön gut gebo-gen und angestrichen, die Moos- und Rinden-Einsiedelei derersten Liebe aber, die sich selber noch für einsam und ein-herzig hält, vortrefflich, nämlich still und dunkel und roman-tisch angelegt worden, so daß nun nichts weiter mehr fehlteals die Vogel-Häuser, Klingel-Häuschen, Satyrs und an-dere Garten-Götter, die Vult seines Orts und Amts von derBrücke an ausschweifend zu postiren hatte.