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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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ein Wind blies ihm die leichte Krone ab. Es war' auch znviel für einen Mcnschentraum, Sie gar zn küssen" sagt' erund ging nach Hause. Unterwegs prüft' er die Nechtmäßigkcitdes Traums und hielt ihn so Stück für Stück an den mora-lischen Probirstein, daß er ihn auf die beste Weise zum zwci-tcnmalc hatte. So hält sich die fromme Seele, welche bangeschwimmt, gern an jedem Zweige fest, der auch schwimmt. Soist die erste Liebe, wiewol die unverständigste, doch die heiligste;ihre Binde ist zwar dicker und breiter denn sie geht überAugen, Ohren und Mund zugleich aber ihre Schwungfe-dern sind länger und weißer, als irgend einer andern Liebe.

Vor Ncupctcrs Hause unten sah er lang zu seiuem Fen-ster auf, seine Zelle kam ihm ordentlich fremd vor und er sich,und es war ihm, als müsse der Notar jede Minute oben her-ausguckcn auf ihn herunter. Plötzlich fing am Fenster eineFlöte an; er fuhr sehr kurz zusammen, da sein lieber Bruderihn droben erwartete. Er brachte ihm das Feuer zu, in wel-ches Wina ihr mildes Oel gegossen. Vult war ganz liebreichund freundlich; denn er hatte unterdessen im Doppel-Romandas neue Stück Gartenland besehen und umschritten, das Waltbisher daran fertig gemacht und gemauert und hatte dagesunden, daß die grünen Hängbrücken, die vom Herkules-Tempel der Freundschaft wcgführtcn, sehr schön gut gebo-gen und angestrichen, die Moos- und Rinden-Einsiedelei derersten Liebe aber, die sich selber noch für einsam und ein-herzig hält, vortrefflich, nämlich still und dunkel und roman-tisch angelegt worden, so daß nun nichts weiter mehr fehlteals die Vogel-Häuser, Klingel-Häuschen, Satyrs und an-dere Garten-Götter, die Vult seines Orts und Amts von derBrücke an ausschweifend zu postiren hatte.