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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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abcr vor Freude, und auch ihrentwegen. Ich gehe zu ihrdurch die schlagenden Nachtigallen hin; wir find uns in nichtsgleich als in der Schönheit, denn meine Liebe ist noch heißerals ihre. Sie bückt ihr Haupt und weint und bebt, und ichglaube nicht, daß allein mein hoher Stand fie so erschüttert.

Was gehen mich gefürstete Hüte und Stühle mehr an?Ich schenke alles dem Gott der Liebe hin:wenn du michauch kennst, Jungfrau, sag' ich, so liebe mich doch;" sie redetnicht, aber ihre Nachtigall fliegt ans meine Schulter und singt.Sieh!" sag' ich ehrerbietig und mehr nicht; und nehme ihrerechte Hand und drücke sie mit beiden Händen fest an meinHerz. Sie will sie abcr mit der linken holen und losmachen;aber ich fasse und drücke nun auch die Linke. So bleiben wir,ich seh' sie unaufhörlich an, und sie blickt zuweilen auf, obich's noch thne.Jungfrau, wie ist dein Name?" sag' ich spät.So leise, daß ich's kaum vernehme, sagt sie: Wina. Michdurchzittert der Laut wie eine ferne alte Bruder-Stimme.

Wina bedeutet Siegerin" antwort' ich. Sie drückt,glaub' ich, schwach meine Hand; die Liebe hat sie erhoben überPfarrers- und über Prinzcnstand. So blick' ich sie unauf-hörlich an, und sie mich zuweilen die rufenden Nachtigallenschließen uns ein die blühenden Abendwolken gehen unter der lächelnde Abcndstcrn geht unter der Sternenhimmelzieht sein Silber-Netz um uns wir haben die Sterne inder Hand und in der Brust, und schweigen und lieben.Da fängt eine ferne Flöte hinter dem Himmclsbergc an,und sagt alles laut, was uns schmerzt und freuet:cs istmein guter Bruder, sag' ich, und im Dorfe wohnen meinelieben Eltern." Hier kam Walt zu sich; er sah umher,im Flusse (er stand vor einem) sank sein Fürstcnstuhl ein und