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Erbprinzen auf einem Araber, erblickt. Ich sah sic aber nichtim Galopp.
Ich halte mich indeß im schlechten Wirthshaus nicht langeans, sondern besteige ohne Suite den nahen Himmelsberg,wovon man mich versicherte, daß er die schönsten Aussichten desDörfchens um sich sammle. Und ich fand cs auch wahr. Ichkomme vor die hinabsteigende Sonne, auf goldncn Bergen derErde stehen goldne Berge der Wolken; o nur ldie glücklicheSonne darf hinter die seligen Gebirge gehen, welche das alteewig verlangte roscnrothc Licbcsthal des Herzens umschließen— Und ich sehne mich bitter hinüber, weil ich noch nicht lie-ben durfte als Prinz, und träume mir Szenen. Da schlägteine Nachtigall hinter mir so heiß, als zöge sie ihren Tongewaltsam aus meiner Brust; sie sitzt aus der linken Schulterder Psarrtochter, die, ohne von mir zu wissen und mich zusehen, herauf vor die Abendsonne gegangen war. Und ihrebeiden Angen weinen und sic weiß nicht warum, denn sieschreibt's den Tönen ihrer zahm gemachten Philomele zu. EinWesen sch' ich da, wie ich noch nie gesehen, ausgenommen imKonzert — doch cs ist eben Wina — eine Menschen-Blumeseh' ich, die ohne Bewußtseyn prangt und deren Blätter nichtsöffnet und schließet, als der Himmel. Abendröthc und Sonnemöchten ordentlich gern näher zu ihr, das Purpurwölkchcnwünschte herunter, weil sie die Liebe selber ist, und wieder dieLiebe selber sucht, sie zieht alles Leben an sich heran. EineTurteltaube läuft um ihre Füße und girrt mit zitterndenFlügeln. Die andern Nachtigallen flattern fast alle aus ihrenBüschen und singen um die singende herum.
Hier wendet sich ihr Blau-Auge von der Sonne undfällt anfgeschlagcn auf mich; aber sie zittert. Auch ich zittere.