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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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wollte ihr liebewarmcs Herz in jeden Ton drängen und gie-ßen, gleichsam in einen tönenden Seufzer; den Notar um-fing der lang geträumte Seelenklang mit der Herrlichkeit derGegenwart so, daß ihn das hcranrollende Meer, das er vonFernen rollen und wallen sah, nun mit hohen Fluthcn nahmund deckte. Der General sah unter dem Singen die Kopiedes frechen letzten Briefes mit einiger witziger Heiterkeit aufdem Gesichte durch und fragte lächelnd: wie gefällt Ihnen diewilde Libette?Wie der jetzige Gesang, so wahr, so innigund so tief gefühlt" versetzte Gottwalt.Das glaub' ichauch" sagte Zablocki mit einem ironischen Miencn-Glanz, denWalt für Hör-Verklärung nahm.

Was sind so Ihre vorzüglichsten Notariats-Instrumentebisher gewesen?" fragte der General. Walt gab viele kurzund schleunig an, sehr verdrießlich, daß er sein Ohr wiesein Leben zwischen Gesang und Prosa theilen sollte.Ob er gleich sich so weniger Seelenkräste und Worte dabeibediente, als er nur konnte: so war für Zablocki doch keinMensch weder aus Wetzlar noch Regenspurg oder aus ir-gend einem schriftstellerischen Inn-snu cles lonZituclss et ckesloiiZueurs zu lang, zu weitschweifig, sondern blos zu ab-rupt.Ich glaube, fuhr Zablocki fort, Sic machten aucheinige Sachen für den Grafen von Klothar?"

Keine Zeile" versetzte Walt zu eilfertig; er war völligvon den schönen'Tönen weggespült, und begriff's nicht, daßder General, der selber diese schönen Laute vorgcschriebcn, sieüber platte verhören wollte.O Gott, wie kann ein Menschnicht im harmonischen Strome unterflnkcn, sondern darausnoch etwas verstecken, besonders die Zunge? Ist das möglich.