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lauter Zartheit etwas gesehen hatte, wenn man nicht die weiheSchleppe zu hoch anschlagcn will. Bald darauf fing im-zwei-ten Zimmer ihre Singstimme an — „O nein doch, rief derGeneral durch die offnen Thüren, den letzten Wunsch vonReich ard meint' ich.*)"
Sie brach ab, und fing den begehrten Wunsch an.„Singe, unterbrach er fie wieder, nur die erste und letzteStrophe ohne die ennuyanten." Sie hielt innen, mit Fingernüber den Tasten schwebend, und antwortete: „gut, Vater!"
Die Verse heißen:
Wann, o Schicksal, wann wird endlichMir mein letzter Wunsch gewährt:
Nur ein Hüttchen, klein und ländlich;
Nur ei» kleiner eigner Heerd;
Und ein Freund, bewährt und weise,
Freiheit, Heiterkeit und Nuh'!
Ach und Sie, das seufz' ich leise.
Zur Gefährtin Sie dazu.
Vieles wünscht' ich sonst vergebens;
Jetzo nur zum letztenmalFür den Abend meines LebensIrgendwo ein Friedens-Thal;
Edle Muß' in eigner Wohnung,
Und ein Weib voll Zärtlichkeit,
Das, der Treue zur Belohnung,
Auf mein Grab ein Veilchen streut.
Wina begann, ihre süße Sprache zerschmolz in den nochsüßcrn Gesang, aus Nachtigallen und Echos gemacht — sie
*) S. 10. in Neichards Lieder - Sammlung, worin manche daslOtc mal bester klingen, als das erstemal, und Dichter undKomponist meistens ihr gegenseitiges Echo find.