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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
Seite
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und voll Liebe mit Saitcnspielen in die Thäler vor hohe gold-bedeckte Burgen aus fernen Bcrgspitzcn aus den engenFenstern sahen ritterliche Jungfrauen herunter flc wurdenherabgclockt und ließen in den Auen Zelte aufspannen, ummit den Provenzalen ein Wort zu reden (wie in jenen Zeitenund Ländern, wo die Erde noch ein leichtes Lustlagcr derDichtkunst war, und der Troubadour, ja der Conteur sich inDamen höchsten Standes verlieben durfte) und ein ewigerFrühling sang auf der Erde und im Himmel, das Lebenwar ein weicher Tanz in Blumen.

Süße Freudcnthälcr hinter den Berge», sang Walt, ichmöchte auch hinüber ziehen in das morgenrothe Leben, wodie Liebe nichts verlangt als eine Jungfrau und einen Dichter ich möchte drüben in wehender Frühlingslust mit einerLaute zwischen den Zelten mitgchen, und die stille Liebe singenund schnell aushörcn, wenn Wina vorbeiginge."

Daraus kehrte Walt in sein Kämmerchen zurück, fandaber, mit seiner geographischen und historischen Provence inder Brust, so wenig Platz darin, daß er mit einiger Kühn-heit denn die Poesie hatt' ihn sehr gleich und frei ge-macht in Neupeters Park hinabspazierte, wo er Floren,mit Früchten wie eine Pomona beschwert, in den Wurf kamund die Hand gab. Dem Dichter glänzet die ganze Welt,doch aber eine herzogliche, königliche Krone matter als einschöner weiblicher Kops unter Krone und Hcrzogshut, oderals ein anderer, der nichts aufhat als den Himmel über sich;er ist bescheiden, wenn er einer Fürstin, und aufgerichtet, wenner einer Hirtin die Hand gibt; nur zu den Vätern beiderlasset er sich oft gar nicht herab.

In einer Laube fand er ein Strumpfband. Ein italischerJean Paul'« ansgew. Werke. XIV. 2