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gen Frühling — blos weil er einen Plan nach dem andernentwarf und verwarf, wie er noch jetzt, um die Folgen desoffnen Briefs zu vergüten, etwan durch die Sanfte für denGrafen wirken könnte. Es wollte ihm aber nie etwas Be-deutendes cinfallcn.
Am 4. Tage hört' er, unter dem Abschrciben einer schö-nen erotischen Gcstikulazion im Briefe, eine weibliche Sing-stimme, die, obwol ans dem dritten Zimmer, doch eben sogut aus dem dritten Himmel kommen konnte. Er kopirtcfeurig weiter; aber eine Sonncnstadt nach der andern erbaue-ten in ihm diese Orpheus-Töne und die Felsen des Lebenstanzten nach ihnen. Er erinnerte sich noch recht gut, wasihm Vult über Wina's Singen geschrieben. Als er daraufunter dem Hcimgehcn dieselbe Stimme fortsingend vor sichmit einer Schachtel unter dem Arm auf der Treppe sah undauf jeder Staffel erstaunte und nachdachte: so macht' es ihmdas schlechteste Vergnügen von der Welt, diese Stimme aufder Gasse zu einer andern sagen zu hören, ihre Fräulein —denn es war die Putzjnngser — komme erst nächsten Freitag
ans Elterlcin zurück-er spürte ordentliches Sehnen,
einmal in seinem Geburtsörtlcin zu scyn und aus der so hei-ßen Stadt heranszukommen.
Himmel, schloß er indeß, wenn schon diese Putzjnngfcr-Karyatidc der fernen Göttin so singt, wie muß erst diese glän-zen, sowol im Gesang als sonst! Er wurde unendlich begie-rig, einem Wicdcrschcine der heiligen Nachbarschaft Wina'sins Gesicht zu sehen, überhaupt einer Person, deren göttlichenGeist der Töne er hinter ihr gehend anbetcte, kurz der Sou-brette. Denn er glaubte längst, eine erste Sängerin sei ge-wiß nicht die letzte Monatshcilige oder eine Sirene; und eine