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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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ben, cs ist die schncllestc Wiener Klapperpost, die mir nochvorgekommcn, da sie manche Sachen schon liefert, indem sienoch geschehen. Der Graf wird nicht wie du durch Zufälleentschuldigt für seine niedrigen Voraussetzungen über dasLesen und Ucbergebcn des Briefs; er macht' cs ganz nachArt der Großen und der gallischen Tragiker, die, um etwaszu erklären, lieber die größte Sünde als eine kleine annehmcn,lieber eine Blutschande als Unkcuschheit." Der Notar gestand,Klothars Versündigung erleichtere die Last der seinigen; bliebaber bei seinem Gefühl. In der Gesellschaft kann man einenMenschen leichter herabsctzcn als hinauf; bei Walt umgekehrt.Vult ging und versprach bald wieder zu kommen.

Eines Nachmittags hüpfte Flitte, dessen Tanzsaal dieganze Stadt war, in Walts Stübchen. Er war gewohnt,an jedem Orte so viele und gute alte Bekannte zu zählen,als Einwohner darin waren; daher schlug er den zur Volks-menge gehörigen Notar ohne Umstände zur Freundes-Menge.Dieser glaubte gern, er komme seinetwegen, und wurde durchdie Freude und die Angst, einen solchen Weltmann zu beher-bergen, etwas außer sich gebracht. Sein Ich fuhr ängstlichoben in allen vier Gehirnkammern und daraus unten in denbeiden Herzkammern wie eine Maus umher, um darin einschmackhaftes Jdcen-Körnchen aufzutreiben, das er dem Elsässerzutragcn und vorlcgen könnte znm Imbiß. Er fand wenig,was diesem schmeckte, aber der Elsässer hatte auch keinen Hun-ger und keine Zähne. Gelehrte Stndirstubcn-Sassen, welchedie ganze Woche, Tag aus Tag ein, im Banquet und Pickcnickder feinsten, reizendsten Ideen und Gerichte aus allen Wclt-altcrn und Welttheilen schwelgen, bilden sich gar zu leicht ein,daß der Welt- und Geschäftsmann verdrießlich und trocken