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schritt weit auf und ab — nahm bald ein Glas, bald einBuch in die Hand — sah nichts an — schancte in den HellenMond und weinte heißer. „So sei es gut, sagte Vult; wirwollen die alten seyn" und umarmte ihn, aber Walt riß sichbald los. Endlich faßt' er sich und sagte schmerzlich: „mußich denn alles unglücklich machen? Du bist heute der dritteMensch. Die drei Wachskindcr in meinem Traum."
Vult fragte, um ihn von den Schmerzen abzusühren,dringend nach dem Traum. Ungern, eilig erzählte Walt:„ Verhüllte Gestalten gingen bei mir vorbei und fragten mich,warum ich nicht jammerte und nicht blaß würde. Eine nachder andern kam und fragte. Ich zitterte vor einer UngeheuernEntschleierung. Da flogen drei bildschöne Kinder aus Wachsvom Himmel, sie blickten freundlich, grüßten mich. Gebt mirdie weißen Händlein und zieht mich hinauf, sagt' ich. Siethatcn es, aber ich riß ihnen die Arme mit der Brust aus,und sie fielen todt herunter. Und schon als ich erwachte, sahich noch einen fernen dunkeln Leichcnzng, der auf den Knienweiter zog. Der Traum ist eingetroffen."
Vult, dem der zornige Schmerz wie weggczaubert war,machte jetzt alle Anstalten zur Kur des fremden; er stellteihm alles ans der leichtern Seite vor, klagte den giftigenSchmollwinkel in seiner linken HerzcnSkammcr an, in welchem einSchmoll-Kobold und Währwols Hause und feurig blicke, zogdas Silber von den Gistpillcn ab, die er bisher in seineBillcte cingewickelt hatte, und machte sein Naturell bekannt,das ohne tüchtigen Zank nicht traktabcl werde, wie die Hau-benlerche allezeit finge, wenn sie keife, und schwur, Walt seinicht der Erste, dem er mit diesem Seelen-Pipps beschwerlichfalle, sondern der letzte; denn dessen gränzenlose Leutseligkeitstelle ihn gewiß davon her.