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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
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um neun Monate früher einander vcrschwistert als alleandere Kinder in ihrer zweischläferigen Bett'stelle des erstenSchlafes ohne Traum theilend alle und die frühesten undwichtigsten Schicksale ihres Lebens unter Einem Her-zen schlagend mit zweien in einer Gemeinschaft, die viel-leicht nie im Leben mehr vorkommt gleiche Nahrung, gleicheNöthen, gleiche Freuden, gleiches Wachsen und Welkenbeim Teufel, wenn ein solcher Fall, wo im eigentlichsten Sinnzwei Leiber Eine Seele ausmachen, wie ja der alte und ersteAristoteliker, nämlich Aristoteles selber, begehrt zur Freund-schaft; zum Sakerment, wenn von solchen Personen nicht dereine Zwilling sagen dürfte, er sei mit dem andern geistiggenug verwandt, Walt, wo wäre denn noch Verwandtschaft zuhaben aus Erden? Kann es denn, du ordentlicher Bruder-Mörder, frühere, nähere, ältere, peinlichere Freundschaftengeben, als bei solchen Zwillingen? O Gott, du lachst ja überGerührte!" schloß er wild und fuhr heftig mit der ganzenbreiten Hand über die Augenknochen.

Da wär' ich ja der Hölle werth, ries Walt und fingdessen Hand, um sie aus sein nasses Auge zu decken OBruder, Bruder, weißt du es denn nie, wie ich dich fasseund deinen weichen Geist im stärksten Scherz? Ach wie istdein Inneres so schön und mild, und warum weiß es dennnicht die ganze Welt? Darum aber, was wär' ich, wennich es litte, was du bei Klothar wagen wolltest für mich?Nein, fremde Opfer mag man wol annehmen, um von Mar-tern loszukommen, aber nie, um mit ihnen Freuden einzu-kaufen. Die Sache geht nicht, guter Vult!"

Aber hier war dieser schon die Treppe hinab. Jndeß,je mehr der Notar nachsann, desto unbilliger fand er's, auf