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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
263
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scheu Bildersaal der Welt aus den größten Wolken kleine,aus den kleinsten große um die größten Sterne des Lebensziehen sich dunkle Höfe und nur der verhüllte Gott kannaus dem Spiel des Lebens und der Geschichte einen Ernsterschaffen.

Die Botenfrau aus Eltcrlcin brachte Walten folgendesBriefchen vom Bruder:

Morgen Abends komm' ich, geh mir entgegen. Ebenschneidet Deine Mutter einer Bettlerin Brod vor; denn ichbin in Elterlein im Wirthshaus.

Ich habe seitdem in einigen bedeutenden Marktflecken ge-blasen für Geld; es wachsen freilich mehr Gräser als Blumen,doch heben jene diese, ich rede von Menschen. Es wird Diranvertraut, daß ich vor meiner Abreise aus Haslau so ver-stimmt war, wie eine Wind-Harfe oder wie die Glocke einerBrockenkuh. Ich weiß nicht, wovon; ich wollt' aber, einbedeutender Freund, oder gar Du hättest meine Saiten so durcheinander geschraubt, kurz einer von Euch beiden hätte michein wenig beleidigt und meinen Schmollgeist zitirt. Ichwürde mich das hätte mich wieder ausgestimmt ohne Ver-lust von 32 Saiten oder Zähnen mit ihm tüchtig Über-werfen haben; ich hätte häßlich gedonnert, gehagelt, gewettert;das macht, wie gesagt, gutes Blut.

Denn nichts ist schädlicher, Notarius, sowol in Ehen alsFreundschaften feiner Seelen, als ein langer unausgelöseterVerhalt aus einem Mißton bei einem wechselseitigen fortwäh-renden Zusammenstimmen in allen zartesten Pflichten, so daßdie Narren sich abstoßen, ohne sonst zu verstoßen; da dochsolche Seelen in jeder bedeutenden Spaltung auf nichts soeifrig denken sollten, als sie bis zum rechten Zanke zu treiben.